Acht Pfeile vom Typ 1 (mit bemalter Beinnocke)



Acht Pfeile vom Typ 1 (mit bemalter Beinnocke)


Inventar Nr.: KP B XVII.351/3
Bezeichnung: Acht Pfeile vom Typ 1 (mit bemalter Beinnocke)
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: spätes 16./ frühes 17. Jh.
Objektgruppe: Bögen, Pfeile und Köcher
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Pfeilschaft aus Zedernholz (?); Farbfelder in Rot und Blau mit Silberdraht, mit floralen und geometrischen Motiven in Gold bemalt. Nocke aus Bein, mit Rot, Blau und Gold bemalt. Weiße Befiederung. (05.11.12 AB)
Maße: ca. 25 g (Gewicht)
maximal ca. 70 cm (Länge)
Befiederung maximal 1,8 cm (Durchmesser)


Katalogtext:
Pfeile sind schon seit dem 18. Jahrhundert in den Inventaren der Kasseler Sammlung nachweisbar, aber werden in keinem Fall genauer beschrieben. Diese aus Zedernholz gefertigten Pfeile zeichnen sich neben einem reichen Blumen- und Rankendekor auch durch geschnitzte und bemalte Kerbstücke aus Bein aus. Die Bemalung imitiert eine Golddrahtauflage mit gefassten Edelsteinen und ist in dieser Sammlung singulär. (15.10.12 MZ)


Quellen:
keine Erwähnung in den Altinventaren

Literatur:
Löwe und Halbmond 2012; Führer Schloß Friedrichstein 1982, S. 27


Zitierweise:
Es wird empfohlen, folgende Zitierweise zu verwenden:
KP B XVII.351/3. In: Katalog der Osmanischen Waffen der Museumslandschaft Hessen Kassel (Online-Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel). Hrsg. von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel 2012, http://turcica.museum-kassel.de/200379/, 19.1.2017.


Letzte Aktualisierung: 30.03.2015


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Piotr Dmochowski schrieb am 17. December 2012, um 11:54 Uhr:
Die Pfeile könnten aus Rohr sein
Ich heiße Piotr Dmochowski und ich schreibe aus Polen. Ich möchte mich sehr bedanken fur Eure Arbeit auf dem Feld der Turcica-Ausstellung, die ich auf der Website geseehen habe. Ich bin Archaeologe von Beruf, interessiere mich aber seit Jahren fürs Bogenschiessen, auch für türkische Kunst, die sehr wichtig für die internationale Geschichte der Kunst ist. Eure Kollektion von Waffen ist nicht besonders groß, aber sehr interressant.

Ich habe ein paar Sachen anzumerken:

Die Pfeile KP B XVII.351/3 sehen ein bischen untypisch aus. Zedernholz ist es nicht, für mich sind die Pfeile aus Rohr gemacht, Schilf oder besser Bambus. Auf den Pfeilen sieht man die Risse und die Struktur der Fläche sieht similiar aus. Aber weil die Pfeile sind nicht in ganzer Länge gezeigt werden, sehe ich keine Noden. Zweitens sieht die Malerei sehr typisch für den Fernen Osten aus, besonders die Nachbildung von Edelsteinen in der Malerei der Kerben. Die Pfeile sind meiner Meinung nach sehr selten, und die türkischen Autoren sprechen nur über Schilfpfeile, aber es sind keine erhalten. Bis jetzt habe ich in den Museen von Russland über Polen bis Österreich keine solchen gesehen. Aber bei Pfeilen ist es immer ein Problem mit den Inventaren und meistens sind sie neben Köchern und Bögen gezeigt, die meistens typisch sind.

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