Säbel mit Holzgriff und Scheide mit silbernen Montierungen.



Säbel mit Holzgriff und Scheide mit silbernen Montierungen.


Inventar Nr.: KP NT 57
Bezeichnung: Säbel mit Holzgriff und Scheide mit silbernen Montierungen.
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 17. Jahrhundert oder um 1700
Objektgruppe: Blankwaffen, Schlag- und Stangenwaffen
Geogr. Bezug: Polen (?), Persien (?)
Material / Technik: Klinge aus Wootz - Damast, auf der Klinge Kartusche mit arab. Inschrift (Tauschierung mit goldfarbenem Draht). Zweischalige und kreuzförmige Parierstange aus silberhaltiger Legierung mit Hohlraumverfüllung aus Weichmetall und geschnittenem und gepunztem Dekor, die Vertiefungen sind heute schwarz oxidiert. Umlaufendes Abdeckblech der Angel aus versilbertem Buntmetall. Vogelkopf - Griffschalen mit Fischgrätmuster aus dunkelbraunem Holz mit drei unterschiedlichen Vernietungen an der Angel befestigt, Bohrung für Handschnur mit einer Zieröse aus versilbertem Buntmetall, die zweite Öse fehlt. Scheide aus Holz, mit schwarzem Leder bezogen, die Naht liegt auf der Innenseite. Abdrücke auf dem Leder weisen auf eine ursprünglich vorhandene netzartige sowie florale Verzierung hin. Die Beschläge sind aus versilbertem Buntmetall und haben Gravuren und Durchbrüche einfacher Ornamentik, das Ortband ist aus mehreren Blechen gefertigt und unten mit einem eisernen Schleifschutzblech ausgerüstet, die Befestigung am Holzkörper ist unklar, das Mundblech war ursprünglich mit heute verlorenen Nägeln am Holzkörper befestigt, die Tragebeschläge fehlen, unterhalb des Mundblechs ist aber ein Abdruck davon noch im Leder sichtbar. (12.10.2012 AB FHT)
Maße: Rückenschneide: 23,1 cm (Länge)
Krümmungshöhe: 9 cm (Höhe)
Säbel: 93 cm (Länge)
Schneide: 78,7 cm (Länge)
Scheide: 384,4 g (Gewicht)
Säbel: 918,1 g (Gewicht)
Klinge 3,7 cm (Breite)
Beschriftungen: Beschriftung: Erzeugnis von Asad Allah Sohn von Ismail (عمل اسد الله بن اسمعيل)


Katalogtext:
Als eine der wenigen Blankwaffen im Kasseler Bestand trägt dieser Säbel eine Herstellerinschrift. Allerdings dürfte es sich dabei um eine Art „Markenpiraterie“ handeln. Asad Allah war der bedeutendste persische Klingenschmied überhaupt. Weltweit tragen aber so viele Klingen seinen Namen, dass sie kaum von einem einzigen Meister stammen können. Offenbar signierten manche Klingenschmiede mit „Asad Allah“, um den Wert der Waffe zu erhöhen. Dies dürfte auch beim Kasseler Säbel der Fall sein.
(15.10.12 AS)


Quellen:
keine Erwähnung in den Altinventaren

Literatur:
Löwe und Halbmond 2012


Zitierweise:
Es wird empfohlen, folgende Zitierweise zu verwenden:
KP NT 57. In: Katalog der Osmanischen Waffen der Museumslandschaft Hessen Kassel (Online-Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel). Hrsg. von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel 2012, http://turcica.museum-kassel.de/200345/, 28.7.2017.


Letzte Aktualisierung: 21.07.2017


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