Reflexbogen



Reflexbogen


Inventar Nr.: KP B XVII.344/5
Bezeichnung: Reflexbogen
Künstler / Hersteller: Ahmed (tätig 1708/1709), Hersteller
Datierung: 1708/1709
Objektgruppe: Bögen, Pfeile und Köcher
Geogr. Bezug: Osmanisches Reich
Material / Technik: Reflexbogen, die Komponenten aus Holz, Horn und Sehnen und dunklem Leder sind miteinander verleimt. Die Bogenarme sind mit schwarzer Grundfarbe versehen und mit Medaillons in Gold und Rot, die Griffe und Grate mit roter Bemalung und goldenen Zickzacklinien verziert. An den Bogenohren sind Signatur und Jahreszahl gut erkennbar. (07.11.12 AB)
Maße: 469 g (Gewicht)
72 cm (Länge)
von Kerbe zu Kerbe 55 cm (Länge)
3,5 cm (Breite)
Gesamtbreite liegend 41 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Beschriftung allg.: Erzeugnis von Ahmed (عمل احمد )
Beschriftung allg.: Jahr 1120 ( سنة ١١٢٠ ), entspricht dem Zeitraum vom
23. März 1708 bis zum 12. März 1709


Katalogtext:
Dieses Stück ist der am stärksten gekrümmte Bogen der Sammlung, was auf ein Entfernen der Sehne zu einem sehr frühen Zeitpunkt schließen lässt. Somit vermittelt er eine gute Vorstellung, welche Form ein unbespannter Bogen zur Zeit seiner Herstellung etwa hatte. (15.10.12 MZ)


Quellen:
Inventar Armatur- und Wachszimmer um
1780 (B XVIIa), S. 5, Nr. 69

Literatur:
Löwe und Halbmond 2012; Führer Schloß Friedrichstein 1982, S. 27


Zitierweise:
Es wird empfohlen, folgende Zitierweise zu verwenden:
KP B XVII.344/5. In: Katalog der Osmanischen Waffen der Museumslandschaft Hessen Kassel (Online-Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel). Hrsg. von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel 2012, http://turcica.museum-kassel.de/204317/, 26.4.2018.


Letzte Aktualisierung: 26.02.2018


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Karl Rapp schrieb am 7. March 2018, um 10:52 Uhr:
Bogenform
S.g. Damen und Herren,

Die Bogenform dieses Exemplars scheint dem osmanischer Flight-Bogen für das sportliche Weitschießen zu entsprechen, im Gegensatz zu den anderen Exemplaren die Kriegsbogen zu sein scheinen. M.E.n. ist die Form nicht auf frühes Entfernen der Sehne zurück zu führen.
Vgl. Karpowicz, Adam: Osmanische Kompositbogen, S.43-44, sowie S.144 bzgl. "Stringfollow" der anderen Exemplare der Sammlung.

mfG, Karl Rapp

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