Streithammer (Reiterhammer) mit Lederüberzug, Schaft mit gravierten Silbermontierungen



Streithammer (Reiterhammer) mit Lederüberzug, Schaft mit gravierten Silbermontierungen


Inventar Nr.: KP B XVII.83b
Bezeichnung: Streithammer (Reiterhammer) mit Lederüberzug, Schaft mit gravierten Silbermontierungen
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 17. Jahrhundert
Objektgruppe: Blankwaffen, Schlag- und Stangenwaffen
Geogr. Bezug: Türkei
Material / Technik: Hammerkopf aus Stahl (ob Damast konnte aufgrund des Lederbezugs und der stark narbigen Oberfläche der sichtbaren Teile nicht geklärt werden), mit einseitig floral verziertem Leder bezogen, ursprünglich mit verdeckter Naht. Zur Restaurierung des Hammers zu unbekanntem Zeitpunkt wurde das Leder entfernt und dann mit neuem Faden und falscher Nahttechnik wieder vernäht. Hammerkopf mit quadratischer Schlagfläche, schnabelförmiger Haken. Stiel aus Holz mit Lederbezug und innenliegender Naht, ober- und unterhalb des Hammers sowie am unteren Schaftende mit Silberblech verkleidet, alle Bleche mit Ornamenten in Niello versehen. (05.11.2012 AB FHT)
Maße: 15 cm (Hammer) (Länge)
70 cm (Länge)
675,5 g (Gewicht)


Katalogtext:
Streithämmer waren im osmanischen Heer gebräuchliche, aber keineswegs genuin „türkische“ Waffen. Seit dem Mittelalter waren sie in ganz Europa als Schlagwaffen verbreitet. Kurzschäftige Streithämmer wurden vor allem von Reitern als Zweitwaffe verwendet (Reiterhammer). (15.10.12 AS)


Quellen:
Inventar Gewölbe unter dem Neuen Kabinett
1727, Schrank 6, Nr. 435

Literatur:
Löwe und Halbmond 2012; Kat. Ingolstadt 1979, S. 135, Nr. 94 und 95


Zitierweise:
Es wird empfohlen, folgende Zitierweise zu verwenden:
KP B XVII.83b. In: Katalog der Osmanischen Waffen der Museumslandschaft Hessen Kassel (Online-Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel). Hrsg. von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel 2012, http://turcica.museum-kassel.de/200336/, 30.3.2017.


Letzte Aktualisierung: 17.01.2017


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